Stilsucht

Kurt

Sitzgurte sind keine neue Erfindung, sie werden seit Ewigkeiten von Menschen auf der ganzen Welt genutzt. Aber Kurt ist ein ganz kleines bisschen anders, als alle anderen. Der Entwurf von Patric Günther und Andre Osthaar  basiert auf einem Sicherheitsgurt aus dem Auto und ist somit flexibler. Durch die Aufrollautomatik und die Unfallsperre kann man ganz bequem jede Sitzposition verändern. Kurt kommt in einer kleinen Tasche, die sich bei Bedarf am Rucksack oder der Tasche befestigen lässt und so immer greifbar ist.

Kurt




7 Kommentare

      Hej Jordi, über Vitras Chairless schrieb ich bereits im letzten Jahr und wie erwähnt ist diese Idee schon sehr alt. Da Kurt allerdings einen Automatikgurt aus dem Auto nutzt ist diese Idee ein wenig weiter gedacht. Trotzdem danke für den Hinweis, mein Chairless Artikel findet sich auch in den Hinweisen auf verwandte Artikel hier bei Stilsucht.

    Hello Kai. Not even the vitra’s one was the first. It seems that this system was employed since a long time ago by ayoreo indians.

  • Anyway Kurt’s is the one I like most!

    • I like the Kurt version too, that’s why it’s here. And yes, you’re right, indians “invented” that system but I guess various tribes all over the world figured out it’s more comfortable to take a seat with some more back support.

    TRAURIG, Nachmacher sollten aus der Branche verbannt werden!

    “Übrigens unterstützt Vitra mit einem Teil des Erlöses aus dem Chairless-Verkauf die “Stiftung für indianische Gemeinschaften in Paraguay“, die sich um die Landsicherung für Paraguays Indianer kümmert.”

    Alejandro Aravena, 2010

    Chairless People

    Chairless ist ein Sitzwerkzeug für den modernen Nomaden. Das robuste Stoffband ermöglicht entspanntes Sitzen ohne Sitz und Lehne – und ist deshalb überall dort die Lösung, wo keine Sitzgelegenheit vorhanden ist: zum Lunch im Park, während des Wartens im überfüllten Flughafen, beim Picknick auf der Wiese, zum Sitzen bei einem Konzert, beim Lesen am Strand und bei unzähligen weiteren Gelegenheiten. Chairless ist so leicht und kompakt, dass man es immer dabei haben kann.

    Chairless entlastet die Wirbelsäule und die Beine, ein Abstützen oder das Umklammern der Knie ist nicht mehr nötig. So hat man die Hände frei: zum Bedienen eines Laptops oder iPods, zum Lesen, zum Essen etc.

    Chairless gibt es in vier Varianten.
    Über den Designer

    Alejandro Aravena (*1967), Architekt der Universidad Católica de Chile (UC), gründete im Jahr 1994 das Büro Alejandro Aravena Architects. Er war Gastprofessor am Harvard GSD (2000-05) und ist derzeit Elemental-Copec-Professor an der UC. Er ist ein Mitglied der Pritzker-Preis-Jury und wurde zum International Fellow des Royal Institute of British Architects ernannt.

    • ich bin eigentlich ein Typ der jedem seine Meinung lässt, aber die Aussage von mingching möchte ich an dieser Stelle doch einmal kommentieren.
      Wie von ihr oder ihm ja schon richtig erkannt, ist auch chairless keine Erfindung von Alejandro Aravena, sondern die adaptierte Variante einer Sitzunterstützung der Ayoreo Indianer. Daher erschließt sich mir nicht so ganz mingchings Aussage und sehe in ihr eher einen Widerspruch.
      Hätte jeder die Meinung von mingching würden wir vermutlich immer noch auf Holzklötzen sitzen, da ja leider alle anderen Designer, die versucht haben einen Stuhl zu entwickeln, oder gar diese Form einer Sitzlösung mit 4 Füssen + Sitzfläche weiterzudenken von ihm/ihr aus der Branche verbannt wurden.
      Wie oben im Text beschrieben ist Kurt aus einem Recyclingprojekt heraus entstanden und soll keine Kopie von chairless darstellen.
      Diese Sitzlösung wurde einfach neu überdacht und weiterentwickelt. Die zu 100% recycelten Materialien und die Möglichkeit den Gurt flexibel in der Grösse zu variieren, sowie der automatische Einzug beim Aufstehen sind nur einige Beispiele.
      Aber nun genug davon und allen noch viel Spaß auf Stilsucht.

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