Stilsucht

Stockholm Design Week 2012

Skandinavisches Design – dieser Begriff löst auf der Stelle Assoziationen in unseren Köpfen aus. Wir sehen klare Linien, natürlich Materialien und zeitlose Eleganz. Ich wollte genauer wissen, was hinter diesem Synonym steckt und habe mich für MONOQI auf der Stockholm Design Week umgesehen. Den Anfang machte die Stockholm Furniture & Light Fair, nach eigenen Angaben die weltgrößte Messe für skandinavisches Design.

Die Qualität dieser Messe ist beeindruckend hoch. In der Haupthalle finden sich kaum Firmen, denen man rein gar nichts abgewinnen kann. Fast überall lässt sich zumindest ein kleines Highlight entdecken. Viele der Aussteller sind in Deutschland gänzlich unbekannt und das ist tatsächlich ziemlich schade, denn auch deutschen Wohnräumen steht die Kombination aus zeitloser Eleganz und Gemütlichkeit hervorragend.

Die stilistischen Fragwürdigkeiten der zweiten Halle hingegen, findet man problemlos in jedem mittelgroßen Möbelhaus. Aber auch zwischen erzwungenem französischem Landhaus-Charme und Pressspannplatten sind einige tolle Label zu finden. Nomess Copenhagen beispielsweise.

Das sogenannte Greenhouse war Bühne für junge Designer und diverse Universitäten und Hochschulen. Sehr viele Präsentationen wirkten eher künstlerisch und konzeptionell, ist man in Deutschland doch gewohnt, auch bei jungen Designern eher auch produktionsreife Entwürfe zu treffen. Der Grund dafür wurde mir später von Anders Färdig, dem Gründer von Design House Stockholm, genannt. Skandinavische Designer werden ermutigt zuerst ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln und dementsprechend zu präsentieren. Dinge wie eine Leuchte, eine Vase oder einen Stuhl kann man auch später noch entwerfen. Vielleicht ist das ja das wahre Geheimnis von skandinavischem Design?

Was ich sonst noch in Stockholm gesehen und erlebt habe, kann man bei Monoqi nachlesen.
Eine umfangreiche Bildergalerie gibt es bei Facebook.

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