Stilsucht

Ford Innovation and Design Fantasy Camp

Ende letzten Jahres fragte Ford, ob ich nicht an ihrem “Ford Innovation and Design Fantasy Camp” teilnehmen wolle. Natürlich wollte ich und so flog ich am 8. Januar nach Detroit, um dort – zusammen mit 145 anderen Menschen aus 16 Ländern – zwei vollgepackte Tage zu erleben. Im “The Henry Ford“, einem wirklich beeindruckenden Museum mit einer unglaublich umfangreichen Sammlung, gab es ein Willkommens-Dinner und das erste Mal dieses kribbelnde Gefühl in einem Raum mit unfassbar großem Potenzial zu sein. Die Mischung der anwesenden Leute spricht für den Mut und das digitale Verständnis von Ford.

Am nächsten Tag ging es sehr früh zur NAIAS, um den neuen Ford Fusion (bei uns Mondeo) auf der ersten Pressekonferenz zu erleben. Dieser Wagen ist ein wichtiger Schritt für Fords “One World, one Ford” Strategie, mit der sie weltweite Fahrzeugmodelle etablieren wollen. Ohne hier zu sehr das Themengebiet verlassen zu wollen, ist der Ford Fusion/Mondeo für eine viertürige Limousine tatsächlich ein wirklich gelungener Entwurf.

Nach einem intensiven Tag auf der Detroiter Motorshow folgte ein Abendessen im Ford Headquarter in Dearborn. Im Zuge des Dinners wurden 11 Ignite Präsentationen gehalten. Hierbei wird in fünf Minuten zu einem beliebigen Thema referiert, während im Hintergrund alle 15 Sekunden das Präsentationschart wechselt. Es ging um sehr verschiedene Themen, z.B. den Job des “Futurist” bei Ford, einen Papier Ford Mustang im Maßstab 1:1, Scrabble, Sherlock Holmes und Social Media. Ich wurde ebenfalls gebeten eine Ignite Präsentation zu halten und sprach über meine Ansicht, dass Autos personalisiert werden sollten und warum das eigentlich ein Designansatz ist.

Der letzte Tag begann mit einer Diskussionsrunde, die von Evan Orensten von Cool Hunting moderiert wurde. Neben hochrangigen Ford Leuten gehörte auch Scott Belsky von Behance zur Runde. Danach kam der spannendste Teil, denn es gab einen echten Einblick in das Product Design Center von Ford. Angefangen von wilden 3D Renderings, über Tonmodelle, Protoyping für In-Car Communication bis hin zur Materialentwicklung mit dem Schwerpunkt Ökologie, wurde ziemlich viel verraten, gezeigt und demonstriert. Ein spannendes Thema, auch, wenn auf den Fluren der Gebäude kein kreatives Grundgefühl umher waberte.

Wer mehr von mir zu dieser Reise wissen möchte, kann gern einen Blick auf FL&G werfen und dort ein paar zusätzliche Infos einsammeln. Dort sind ebenfalls mehr Bilder der Reise zu finden. Die hier gezeigten Fotos sind übrigens von Dylan Culhane, einem Fotografen aus Südafrika, der auf der NAIAS diese Serie fotografierte.

Die Ford Motor Company bezahlte meine Reise und Unterbringung während des zweitägigen „Innovation and Design Fantasy Camp“ Events. Ich habe keine weiteren Aufwandsentschädigungen erhalten. Meine Meinung an dieser Stelle ist meine eigene.

3 Kommentare

    Sehr inspirierend geschrieben, vielen Dank!

  • … deine meinung an dieser stelle wäre ungemein spannend … denn irgendwie dreht dieser letzte satz komplett den vorher entstandenen eindruck …

    • Meine Meinung wird zum einen natürlich durchaus in diesem Text dargestellt und wenn Du zu http://www.forloveandglory.de gehst, findest Du noch mehr meiner Eindrücke zu dieser Veranstaltung. ;)

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